Anbau & Stecklinge · August 2026 · 2 Min. Lesezeit

Dünger und Nährstoffe: was die Pflanze wirklich braucht

Die meisten Probleme im Zelt sind keine Mängel, sondern Überdüngung oder ein entgleister pH-Wert. Weniger und regelmäßiger schlägt viel und sporadisch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wachstum braucht Stickstoff, Blüte Phosphor und Kalium.
  • Ein falscher pH-Wert blockiert Nährstoffe trotz voller Kanne.
  • Überdüngung sieht anders aus als Mangel – Blattspitzen verraten sie.

Die drei Hauptnährstoffe

Stickstoff steuert Blatt- und Triebwachstum, Phosphor Wurzeln und Blütenansatz, Kalium Stoffwechsel und Zellstabilität. Das NPK-Verhältnis auf der Flasche zeigt, für welche Phase ein Produkt gedacht ist – Wachstumsdünger sind stickstoffbetont, Blütedünger phosphor- und kaliumbetont.

Sekundär- und Mikronährstoffe

Calcium und Magnesium sind besonders in Kokos und bei weichem Wasser häufig knapp. Eisen, Mangan, Zink und Bor werden in Spuren gebraucht, verursachen aber deutliche Symptome, wenn sie fehlen oder durch pH-Probleme blockiert sind.

Dosierung über die Phasen

Sämlinge und frisch bewurzelte Stecklinge bekommen keinen Dünger. Danach wird mit etwa einem Viertel der Herstellerangabe begonnen und langsam gesteigert. In der Spätblüte reduziert man wieder und spült je nach Substrat mit reinem Wasser.

Mangel erkennen

Stickstoffmangel gilbt zuerst die unteren, alten Blätter. Magnesiummangel zeigt Aufhellungen zwischen den Blattadern. Eisenmangel trifft dagegen die jungen Triebe oben. Wer die Position im Blattwerk beachtet, kommt der Ursache schnell näher.

Überdüngung erkennen

Dunkelgrüne, glänzende, nach unten gekrallte Blätter und verbrannte Blattspitzen sind klassische Zeichen. Gegenmaßnahme ist Spülen mit pH-korrigiertem Wasser und danach eine deutlich reduzierte Dosierung.

Häufige Fragen zum Thema

  • Etwa zwei bis drei Wochen nach dem Keimen oder nach dem Umtopfen bewurzelter Stecklinge.

  • Phosphor- und kaliumbetonte Mischungen mit reduziertem Stickstoffanteil.

  • An verbrannten Blattspitzen und dunkelgrünen, nach unten gekrallten Blättern.

  • In Kokos und bei sehr weichem Leitungswasser meist ja.

  • Zuerst den pH-Wert des Gießwassers prüfen und korrigieren, dann erst nachdüngen.

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Für den Durchgang im Oktober 2026 haben wir jede belegbedürftige Aussage einer Quelle zugeordnet. Behauptungen ohne belastbare Grundlage wurden gestrichen. Produktbezogene Angaben stammen aus den Analysezertifikaten der jeweiligen Charge, rechtliche Einordnungen aus den amtlichen Veröffentlichungen unten.

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