Cannabis Sorten: Herkunft, Namen und Laborprofile
Redaktion WeedforfriendsZuletzt geprüft am Wie wir recherchieren
Das Wichtigste in Kürze
- Sortennamen sind keine Garantie für genetische oder chemische Identität.
- Chemovare beschreiben chemische Merkmale statt bloßer Namen.
- Indica, Sativa und Hybrid sind keine verlässlichen Wirkungskategorien.
- Nur Amnesia, Northern Lights und Purple Haze werden hier als CBD-Blüten geführt.
Sorten im Überblick
| Sorte | Herkunft laut Überlieferung | Typisches Aroma | CBD-Blüte bei Weedforfriends |
|---|---|---|---|
| Lemon Haze | Haze-Familie; zugeschriebene Verbindung von Lemon Skunk und Silver Haze | – | derzeit nicht im Sortiment |
| White Widow | niederländische Zuchtszene; zugeschriebene brasilianische und südindische Linien | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Amnesia Haze | Haze-Linie; später mit der niederländischen Zuchtszene verbunden | – | Amnesia CBD Blüten |
| Northern Lights | afghanisch geprägte Linien; Verbindung zum pazifischen Nordwesten der USA und später den Niederlanden | – | Northern Lights CBD Blüten |
| Purple Haze | Haze-Familie mit zugeschriebenen Purple-Linien | – | Purple Haze CBD Blüten |
| Gelato | kalifornische Zuchtszene; zugeschriebene Verbindung von Sunset Sherbet und Thin Mint Girl Scout Cookies | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Blueberry | DJ Short zugeschriebene Zucht mit thailändischen und afghanischen Linien | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Girl Scout Cookies | kalifornische Zuchtszene; zugeschriebene Verbindung von OG Kush und Durban Poison | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Gorilla Glue | US-amerikanische Zuchtszene; ein unabhängig belegter Stammbaum wird hier nicht vorausgesetzt | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Wedding Cake | US-amerikanische Zuchtszene; voneinander abweichende Abstammungserzählungen | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Blue Dream | kalifornische Zuchtgeschichte; zugeschriebene Verbindung von Blueberry und Haze | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Zkittlez | US-amerikanische Zuchtszene; ein unabhängig belegter Stammbaum bleibt offen | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Critical | Zuchtgeschichte um Critical Mass; nicht jede verkürzte Bezeichnung meint dieselbe Linie | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Skunk | amerikanische Zuchtlinien; später mit der niederländischen Zuchtszene verbunden | – | derzeit nicht im Sortiment |
| Haze | kalifornische Zuchtgeschichte; zahlreiche später benannte Haze-Linien | – | Amnesia CBD Premium |
Was ist eine Cannabissorte oder ein Strain?
Eine Sorte, englisch „Strain“, ist im Cannabis-Handel meist die Bezeichnung einer Hanflinie. Sie ist nicht automatisch eine genetisch eindeutig definierte Einheit. Das bestehende Sortenlexikon beschreibt deshalb Herkunft als Überlieferung und trennt sie von überprüfbaren Angaben.
Genetische Untersuchungen zeigen Grenzen der Zuverlässigkeit solcher Namen, etwa bei Schwabe und McGlaughlin.
Ein Steckbrief kann erklären, welche Geschichte mit einem Namen verbunden wird und welche Aromabeschreibungen üblich sind. Er bestätigt damit nicht die Abstammung jeder so bezeichneten Blüte. Wenn eine Herkunft nur aus Züchtertraditionen bekannt ist, sollte sie auch so benannt werden. Eine Analyse beantwortet wiederum andere Fragen als eine solche Geschichte.
Warum sind Sortennamen keine geschützte Qualitätsgarantie?
Die im Handel üblichen Sortennamen sind keine einheitlich geschützten oder genormten Identitätsnachweise. Ein vertrauter Name garantiert daher nicht, dass unterschiedliche Anbieter genetisch identische Pflanzen führen. Die Untersuchung von Schwabe und McGlaughlin fand bei untersuchten gleichnamigen Handelsproben genetische Abweichungen.
Daraus folgt Vorsicht gegenüber pauschalen Qualitätsversprechen allein aufgrund eines Namens.
Das ist keine pauschale Aussage, dass für jede Bezeichnung weltweit sämtliche Schutzrechte ausgeschlossen wären. Für dich bedeutet es vor allem: Lies den Namen als Ausgangspunkt einer Beschreibung, nicht als Zertifikat. Herkunftsnachweise, Chargenkennzeichnung und Analysen sind getrennte Informationen.
Ein bekannter Name kann fehlende Daten nicht ersetzen, und ein unbekannter Name beweist umgekehrt keine schlechte Verarbeitung.
Was sind Chemovare und warum sind sie hilfreich?
Chemovare beschreiben Pflanzenmaterial anhand chemischer Merkmale, insbesondere seiner gemessenen Inhaltsstoffe. Der Begriff verschiebt den Blick von überlieferten Namen auf analytisch beschreibbare Profile. Hazekamp und Fischedick erläutern diesen Ansatz.
Er ermöglicht einen sachlicheren Vergleich der Zusammensetzung, ohne daraus eine gesicherte Wirkung oder eine einheitliche rechtliche Kategorie zu machen.
Auch Smith und Kollegen untersuchten die phytochemische Vielfalt kommerzieller Cannabisproben und die Grenzen verbreiteter Labels. Ihre Ergebnisse sind keine klinischen Wirkungsnachweise. Ein ähnliches chemisches Profil bedeutet nicht automatisch dieselbe persönliche Erfahrung.
Zudem muss klar sein, welche Stoffe überhaupt gemessen wurden; ein reiner Cannabinoidbefund beschreibt keine vollständige chemische Identität.
Was bedeuten Indica, Sativa und Hybrid?
Indica und Sativa verbinden historische botanische Namen mit heutigen Handelsvorstellungen; Hybrid bezeichnet eine zugeschriebene Kreuzung. Diese Ebenen dürfen nicht gleichgesetzt werden. Die wissenschaftliche Systematik ist umstritten, und die Verkaufskategorien definieren keine verlässlichen Wirkungstypen.
Die begriffliche Entwicklung diskutiert McPartland in einer systematischen Übersicht zur Einordnung von Cannabis.
Die Behauptung „Indica macht müde“ ist daher keine belastbare Sortenregel. Ebenso wenig belegt ein Sativa-Etikett eine aktivierende Wirkung. Auch Angaben zur vermeintlichen Dominanz ersetzen weder dokumentierte Abstammung noch chemische Analysen. Der Ratgeber zum Indica Sativa Unterschied erklärt, weshalb Blattbild, Taxonomie und Inhaltsstoffe getrennt betrachtet werden sollten.
Welche Cannabis Sorten erklärt das Lexikon?
Das Lexikon führt bekannte Sortennamen als Orientierung für Herkunftserzählungen, Aromabeschreibungen und die Unterscheidung von CBD-Varianten. Die Einträge sind keine Wirkungsrangliste und bestätigen keine einheitliche Genetik sämtlicher gleichnamiger Produkte. Lies die folgenden Seiten deshalb als begriffliche Steckbriefe. Welche Zusammensetzung tatsächlich vorliegt, bleibt eine Frage der jeweiligen Charge.
Die vorhandenen Einträge sind:
Der Umfang des Lexikons ist nicht mit dem verfügbaren CBD-Blütensortiment gleichzusetzen. Ein informativer Sortensteckbrief bedeutet nicht, dass das beschriebene Original hier verkauft wird. Gerade bei bekannten Namen ist diese Trennung wichtig, damit eine Herkunftserzählung nicht versehentlich als Produktbeschreibung oder Verfügbarkeitszusage gelesen wird.
Wie hilft dir ein Laborbericht beim Sortenvergleich?
Ein Laborbericht beschreibt die untersuchte Probe und ist deshalb für Inhaltsstoffe hilfreicher als ein Sortenname. Entscheidend ist der Bezug zur konkreten Charge, nicht allein ein auffälliger Prozentwert. Prüfe auch, welche Stoffe untersucht wurden und welche Angaben fehlen. Unsere Anleitung zum Laborbericht erklärt die wichtigsten Begriffe und Prüfstellen.
Probenbezeichnung, Untersuchungsdatum, Methode und Einheiten sollten nachvollziehbar sein. Ein fehlender Messwert ist nicht automatisch ein nachgewiesener Nullgehalt. Ebenso bedeutet eine Cannabinoidanalyse nicht, dass Terpene oder mögliche Verunreinigungen mituntersucht wurden.
Vergleiche nur Angaben mit vergleichbarer Grundlage und behalte im Blick, dass eine Analyse keine allgemeine rechtliche Freigabe und keine Vorhersage persönlicher Wirkungen darstellt.
Welche CBD-Varianten gibt es und was gilt rechtlich?
Bei Weedforfriends werden nur Amnesia, Northern Lights und Purple Haze als CBD-Blüten geführt. Das bedeutet nicht, dass sie chemisch identisch mit namensgleichen THC-geprägten Originalen sind. Der Name kann eine ähnliche Aromarichtung ausdrücken. Für eine Einordnung als Nutzhanf müssen außerdem die gesetzlichen Voraussetzungen des KCanG erfüllt sein.
Die bei Weedforfriends geführten CBD-Blüten stehen im Bereich CBD. Die weiteren Lexikoneinträge sind keine zusätzlichen CBD-Blütenangebote. Eine CBD-Variante lässt sich auch nicht allein durch den vertrauten Namen oder das Kürzel CBD rechtlich beurteilen.
Rechtsstand: 31.10.2026, keine Rechtsberatung. Der Verkauf von CBD-Blüten an Endverbraucher ist rechtlich umstritten. Die Nutzhanfdefinition umfasst weitere Voraussetzungen; ein bloßer Hinweis auf einen niedrigen THC-Gehalt genügt nicht als pauschale Verkehrsfähigkeitsgarantie. Sortenwissen und rechtliche Prüfung sind deshalb unterschiedliche Aufgaben.
Was sagen Terpene über eine Sorte aus?
Terpene helfen, Duftprofile zu beschreiben und chemische Unterschiede zwischen Proben sichtbar zu machen. Eine Aromabeschreibung ist jedoch kein vollständiger analytischer Befund. Smith und Kollegen untersuchten auch solche chemischen Unterschiede kommerzieller Proben.
Weder eine Duftnote noch ein einzelnes Terpen begründet für sich ein Wirkversprechen für eine bestimmte Sorte.
Begriffe wie zitrisch, erdig oder blumig beschreiben einen sensorischen Eindruck. Eine Terpenanalyse nennt dagegen untersuchte Verbindungen und ihre gemessenen Anteile. Beide Angaben können nebeneinander sinnvoll sein, dürfen aber nicht verwechselt werden. Der Überblick zu Terpenen erläutert die wichtigsten Begriffe, ohne aus Duftnoten Aussagen über Schlaf, Stimmung oder Konzentration abzuleiten.
Häufige Fragen
Im Cannabis-Handel ist damit meist eine benannte Sorte oder Linie gemeint. Der Name allein ist kein Nachweis genetischer Einheitlichkeit.
Das lässt sich nicht pauschal behaupten. Übliche Handelsnamen sind jedenfalls keine einheitlich genormte Identitätsgarantie; mögliche Schutzrechte müssen gesondert geprüft werden.
Nicht unbedingt. Chemovar bezeichnet eine Einordnung anhand chemischer Merkmale. Damit werden andere Eigenschaften beschrieben als mit einer überlieferten Sortenbezeichnung.
Nur Amnesia, Northern Lights und Purple Haze. Die übrigen Sorteneinträge dienen der Information und sind keine zusätzlichen CBD-Blütenangebote.
Nein. Der Bericht beschreibt untersuchte Inhaltsstoffe einer Probe. Ein Sortenname enthält weder einen gesicherten Chargenbezug noch konkrete Messwerte.

