Hanfpflanze

Hanfpflanze: ein Gewächs, sehr verschiedene Produkte

Faser, Samen, Blatt und Blüte landen in völlig unterschiedlichen Warengruppen. Wer den Aufbau kennt, versteht sofort, warum Hanföl und CBD-Öl nichts miteinander zu tun haben.

Trichome

Die Harzdrüsen der Blüte produzieren Cannabinoide und Terpene.

Nutzhanf

EU-Sortenkatalog, THC unter dem gesetzlichen Grenzwert, zertifiziertes Saatgut.

Samen ≠ Blüte

Aus Samen wird Speiseöl, aus der Blüte entsteht der Cannabinoid-Extrakt.

Aufbau von unten nach oben

Die Wurzel verankert und versorgt, der Stängel liefert Bastfasern für Textilien und Dämmstoffe. Die Fächerblätter betreiben Photosynthese und enthalten nur geringe Cannabinoidmengen. Entscheidend sind die weiblichen Blütenstände: Dort sitzen die Trichome, in denen CBD, CBG, THC und die Terpene gebildet werden. Männliche Pflanzen liefern Pollen und werden in der Blütenproduktion früh entfernt, damit die Energie nicht in Samen fliesst.

Nutzhanf und Drogenhanf

Botanisch dieselbe Art, rechtlich zwei Welten. Nutzhanf stammt aus dem EU-Sortenkatalog und bleibt unter dem gesetzlichen THC-Grenzwert, nachgewiesen über Sortenzertifikat und Chargenanalytik. Sorten mit hohem THC-Gehalt fallen dagegen unter das Konsumcannabisgesetz und sind nicht handelbar. Im Shop findest du deshalb ausschliesslich Nutzhanf.

Von der Ernte zum Produkt

Nach dem Schnitt folgt die Trocknung bei etwa 18 bis 20 °C und rund 60 % Luftfeuchte, danach das Curing über mehrere Wochen im geschlossenen Behälter. Beides entscheidet stärker über das Aroma als jede Sortenbezeichnung. Erst danach wird sortiert: ganze Blüten in den Verkauf, Bruch und Trim in die Extraktion für Harze und Öle.

FAQ

Hanfpflanze – frequently asked questions

  • An den weissen Stempeln an den Blütenansätzen; männliche bilden traubige Pollensäcke.